Wohnwagen-Steuer berechnen

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Nach diesen Kriterien berechnen die Zollbehörden die Kfz-Steuer für Wohnmobile

Die Zulassungsbehörden dürfen Fahrzeuge erst zum Verkehr auf öffentlichen Straßen zulassen, wenn die Besteuerungsgrundlagen -insbesondere die CO2-Emissionen - festgestellt und in der Zulassungsbescheinigung Teil I ausgewiesen sind. Für die Fahrzeugzulassung müssen die Vorschriften über die Kfz-Steuer nachweislich eingehalten sein.

Ihr fahrendes Zuhause wird vom Finanzamt als Wohnmobil besteuert, wenn die Wohnteilbodenfläche den vorherrschenden Teil der Fahrzeug-Nutzfläche beansprucht, im Bereich der Kochnische und der Spüle die Stehhöhe mindestens 1,70 Meter beträgt und der Kocher/die Herdplatte stationär eingebaut ist. Sollte ein Wohnmobil diese Kriterien nicht erfüllen können, so wird es als „normaler“ Pkw nach Hubraum und Schadstoffausstoß besteuert. Je nach Gewicht kann es als LKW (nach zulässigem Gesamtgewicht) besteuert werden.

In der Praxis bedeutet das: Auch wenn der Kocher/die Herdplatte nicht stationär verbaut ist, ändert dies nichts an der Zulassung als sogenanntes Kfz Wohnmobil. Lediglich die Berechnung der Kfz-steuer würde sich unterscheiden. Eine zusätzliche Vorführung des Fahrzeugs für steuerliche Zwecke ist indessen nicht vorgesehen mit der Folge, dass auch das Finanzamt für die Steuer das TÜV-Gutachten zugrunde legt.

Fazit: Für die Besteuerung eines Wohnmobils ist die Zulassung als LKW generell günstiger, für die Haftpflicht-Versicherung aber nachteiliger. Unterm Strich ist die Zulassung als „Kfz Wohnmobil“ jedoch in den meisten Fällen dennoch günstiger.

Expertentipp: Das sogenannte „Kfz Wohnmobil“ ist die günstigste Betriebserlaubnis-Variante

Da Versicherungen bei der Einstufung als sogenanntes „Kfz Wohnmobil“ von einer verhältnismäßig geringeren KM-Laufleistung ausgehen, ist die Kfz-Haftpflichtversicherung generell günstiger als die Haftpflicht für die Lkw-Einstufung. Das verringert Ihr Schadenrisiko immens und rechtfertigt günstigere Versicherungstarife. Für die Kfz-Steuer ist die Wohnmobil- Eintragung indessen ungünstiger. Die Kfz-Steuer für Wohnmobile wird nach einem Kombi-Tarif aus Gewicht und Schadstoffklasse berechnet, wobei das Gewicht kontinuierlich in die Berechnung eingeht. Das wollen wir mit dem folgenden Beispiel verdeutlichen:

Ein Kastenwagen mit einem zulässigen Gesamtgewicht von 2.500 Kilogramm und Schadstoffklassen Einstufung von „S4“ kostet im Jahr als LKW 148 € Kfz-Steuer, als Wohnmobil indessen 190 €. Diese Steuersätze können Sie bequem via unsere Steuerrechner berechnen. Wenn der Halter die Zulassung als LKW wählt, kann er also pro Jahr 43 € sparen. Die Haftpflicht-Versicherung für ein als LKW zugelassenes Fahrzeug ist derweil um ein Vielfaches teurer als die Haftpflicht-Versicherung für ein als Wohnmobil zugelassenes Fahrzeug.

Anders sieht die Sache in den Schadstoffklassen S 2 aus. Dann will der Fiskus im Jahr bei 2500 kg zulässiger Gesamtmasse 270 € haben. Wenn das Fahrzeug noch schlechter eingestuft ist (ohne Schadstoffklasse oder S 1), muss der Halter 430 € berappen.

Dies bedeutet: Je niedriger die Schadstoffklasse, desto höher ist die Steuer. Der Zoll nimmt grob gerechnet je angefangene 200 kg der zulässigen Gesamtmasse in den Schadstoffklassen S 4 und S 5 = 16 €, in den Schadstoffklassen S 2 und S 3 = 24 € und in den Schadstoffklassen S 1 und S = 40 €.