LKW-Steuer berechnen

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Die Lkw Kfz-Steuer bis 3.500 kg

Wie auch bei der Berechnung der Pkw Kfz-Steuer ist die Grundlage für die Berechnung der Lkw Kfz-Steuer das Kraftfahrzeugsteuergesetzes (KraftStG). Zu zahlen ist die Lkw Kfz-Steuer nur, wenn der Lkw für den Straßenverkehr ordentlich zugelassen ist. Dabei wird zwischen zwei Berechnungsmodellen unterschieden. Variante A befasst sich ausschließlich mit der Berechnung für Lkws (sog. Mini-Lkws) mit einem zulässigen Gesamtgewicht von bis zu 3.500 Kilogramm. Bei diesem Berechnungsmodell spielen Emissionen und Geräuschklassen noch keine Rolle. Bei einem zugelassenen Gesamtgewicht (zGG) von bis zu 2.000 kg wird je 200 kg zGG ein Sockelbetrag von 11,25 Euro fällig.


Beispiel:

Bei einem LKW mit zugelassenem Gesamtgewicht von 1.900 kg werden 10 mal 11,25 Euro fällig, also insgesamt 112,50 Euro.

Überschreitet das zGG des Lkws die 2.000 kg, nicht aber mehr als 3.000kg, werden zuzüglich 12,02 Euro je 200 kg fällig. Noch teurer wird’s bei Mini-Lkws dessen zulässiges Gesamtgewicht zwischen 3.000 kg und 3.500 kg liegt. In diesem Gewichtsbereich steigt der Sockelbetrag abermals auf 12,78 Euro je 200 kg.


Beispiel:

Bei einem LKW mit zugelassenem Gesamtgewicht von 3.300 kg werden 10 mal 11,25 Euro fällig, also insgesamt 112,50 Euro. Zudem kommen 5 mal 12,02 Euro und 2 mal 12,78 Euro. Insgesamt macht das dann eine Kfz-Jahressteuer für den Beispiel-Lkw von 198,16 Euro. Die rechnerische Höchstgrenze für Lkws bis 3.500 kg ist also eine Jahressteuer von 210 Euro pro Jahr.

Die Lkw Kfz-Steuer ab 3.500 kg

Die Berechnung der Kfz-Steuer für Lkws jenseits der 3.500 kg – Marke ist ungleich komplizierter. Variante B lässt die Faktoren Geräuschklasse und Schadstoffklasse mit in die Steuerberechnung mit einfließen. Zudem berechnen sich bei Faktoren ergänzend in direkten Bezug zu dem zulässigen Gesamtgewichts des Lkws. Dabei unterscheidet man grundlegend in vier verschiedenen Schadstoff-/Geräuschklassen die den Fahrzeugpapieren zu entnehmen sind:

  • 1. Schadstoffklasse S2-S5 & EEV
  • 2. Schadstoffklasse S1
  • 3. Geräuschklasse G1
  • 4. Alle übrigen Lkw mit einem zGG von über 3.500 kg

Die maximalen Jahressteuersätze für die verschiedenen Schadstoff-/Geräuschklassen bei Lkws sind:

  • 1. 556 Euro
  • 2. 914 Euro
  • 3. 1.425 Euro
  • 4. 1.681 Euro

(Stand: 15.03.2016)


Sparpotenziale bei der Kfz-Steuer für Lkws

Bei bestimmten Voraussetzungen können Sie bei der Kfz-Steuer für Ihr Pkw Steuern sparen, denn eine Einstufung als Lkw ist auch bei Pick-ups, Geländewagen oder Kleinbusse möglich. Jedoch nur, wenn das Fahrzeug bestimmte Voraussetzungen erfüllt. Dabei gilt eine einfach zu merkende Faustformel: Wenn die Ladefläche Ihres Pkws die Größe der Fahrgastzelle übersteigt, so ist eine steuerliche Einordnung als Lkw möglich. Vorteil: Ihr Pkw wird nicht nach den deutlich höheren Hubraum/Emissionswerten-Steuersätzen von Pkws besteuert, sondern mit den billigeren Steuersätzen nach zugelassenem Gesamtgewicht.


Jedoch darf Ihr Fahrzeug dann nicht schneller als 170 km/h fahren bzw. darf die eingetragene Maximalgeschwindigkeit diesen Wert überschreiten. Auch die Anzahl der Sitzplätze spielt hierbei eine Rolle. Wenn ihr Fahrzeug fünf Sitze oder mehr bietet, kann es prinzipiell nicht als Lkw besteuert werden. Oft werden aber beispielsweise Pick-ups mit dem Vorteil einer Lkw-Zulassung beworben. Das ist zwar zulassungsrechtlich korrekt, da durch Einrichtung und Bauart (z.B.: Ladefläche) auch der Gütertransport ermöglicht wird (Nutzfahrzeuge), jedoch ist die Zulassung kein Kriterium bei Berechnung der Kraftfahrzeugsteuer des Fahrzeugs. Am besten informieren Sie sich bei Ihrer zuständigen Zollstelle ob eine steuerrechtliche Einstufung als Lkw möglich ist.